23 | 10 | 2018
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Interner Bereich

Interne BSA-Fortbildung (11.06.2018)

Fortbildung in Sachen BrandschutzaufklärungDer Fachbereich Brandschutzaufklärung (BSA) der Feuerwehr Neustadt lud kürzlich zu einer internen Aus- und Fortbildung ein. Acht Aktive waren der Einladung von Fachbereichsleiter Jörg Meyer gefolgt.

Die aus mehreren Blöcken bestehende Aus- und Fortbildung begann (untypischerweise) mit einer praktischen Einheit. Das Thema des Abends war die Fettexplosion. In mehreren Versuchen konnte man schließlich den Idealverlauf durch Optimierung der Bedingungen erreichen. Selbst die „alten Hasen“ aus den Reihen der routinierten Feuerwehrleute staunten, als die gut 5 m hohe Flammensäule in den Abendhimmel schoss: Es wurde bewusst der Fehler gemacht und Wasser in brennendes Fett gegossen. Etwa 0,1 Liter Wasser reichte, diese verheerende Wirkung im brennenden Fett zu erzeugen.

Doch warum passiert das so in dieser Form? Eigentlich ganz logisch:

Brennendes Fett oder Öl ist bereits bei seiner Entzündung mehrere hundert Grad Celsius heiß und somit deutlich heißer als siedendes Wasser. Ins brennende Fett/Öl geschüttetes Wasser verdampft schlagartig (1 Liter Wasser ergibt rund 1700 Liter Wasserdampf!). Dies liegt auch daran, dass die Dichte von Wasser höher ist als die von Fett/Öl. Aus diesem Grund sinkt das Wasser auf den Grund des Behälters. Infolge der großen Hitze von Öl/Fett und des Bodens verdampft das Wasser in Sekundenschnelle. Durch dieses schlagartige Verdampfen wird das brennende Fett mit dem Wasserdampf aus dem Behälter gerissen und kommt mehr oder weniger fein verteilt mit dem Sauerstoff der Luft in Berührung. Während die Flüssigkeitsoberfläche des brennenden Fettes noch relativ gering ist, wird sie durch den entstehenden Wasserdampf aufgerissen und in feinste Tröpfchen zerstäubt. Die kleinsten Tröpfchen zünden zuerst, heizen ihre Umgebung und benachbarte Fetttröpfchen weiter auf und steigen mit der erhitzen Luft nach oben. Dadurch entsteht bei freier Entfaltung eine charakteristische Feuersäule über der Brandstelle, die sich mitunter zu einem Flammenpilz formt.

Ein weiterer Versuch des Löschens von Fettbränden erfolgte mit einem sogenannten Fettbrandlöscher – einer Einweg-Spraydose. Hier zeigte sich, dass ein derartiges Hilfsmittel sehr gute Dienste zu leisten in der Lage ist, allerdings vom Ersthelfer doch Mut und Unerschrockenheit verlangt. Der Fettbrand konnte relativ zügig gelöscht werden, verlangte aber, dass die Person (in unserer Versuchsreihe ein Feuerwehrmann), die das Löschspray einsetzt, relativ nahe an den Brandherd hin muss.

Bilder: Hier klicken.

 

Sicherheitshinweis: Versuchen Sie nicht, unser Experiment nachzuahmen und löschen Sie brennendes Fett/Öl niemals mit Wasser - zu Ihrer eigenen Sicherheit! Und im Falle eines (Brand-)Falles: Feuerwehr-Notruf 1-1-2!

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