18 | 06 | 2018
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Jahreshauptversammlung (18.03.2016)

JHV

Zur ordentlichen Mitgliederversammlung hatte der Verein Freiwillige Feuerwehr Stadt Neustadt a.d.Aisch e.V. am 18. März in die Kohlenmühle eingeladen. Pünktlich um 20:00 Uhr eröffnete Vorsitzender Johann Schmidt die Versammlung und begrüßte die Anwesenden im voll besetzten Saal. Namentlich hieß er u. a. Ersten Bürgermeister Klaus Meier, den Stellvertreter der Landrats, Herrn Stadtrat Bernd Schnizlein, Kreisbrandrat Alfred Tilz mit den Kreisbrandinspektoren Rüdiger Neumeister und Dieter Popp, die erst vor kurzem neu bestellte Frauenbeauftragte im Landkreis Andrea Tilz, Ersten Polizeihauptkommisar Siegfried Archut, die anwesenden Stadtratsmitglieder und die Vertreter der Presse willkommen – sowie den Hausherrn Lothar Hufnagel, dessen Grußwort samt Überraschung Schmidt für später ankündigte.

Die Berichte von Vorstand, Kommandant und Jugendwart bildeten den Hauptteil der Veranstaltung. Vereinsvorsitzender Schmidt betitelte seine Ausführungen als „Bericht der Heiligen Kuh Neustadts“ und spielte damit auf eine kürzlich im Kreistag gefallene, in Bezug auf die Feuerwehren negative, Äußerung an. Für ihn zählt nur eines: Die Feuerwehr hilft ohne Wenn und Aber. Jedem – unabhängig davon, was jemand über die Feuerwehr denkt oder gar in einem Gremium gegen sie gestimmt hat.
Schmidt hob die sehr erfreuliche Mitgliederentwicklung hervor und freute sich über mittlerweile 216 Personen, die dem Verein angehören. In seinem Jahresrückblick betonte er besonders die Neugründung einer Alters- und Ehrenabteilung, erläuterte die Beweggründe dazu und dankte Wolfgang Hille für dessen Initiative.
In Sachen Beschaffungen musste der Verein seiner Aussage nach 2015 etwas kürzer treten. Dennoch konnte die gemeindliche Einrichtung durch die Finanzierung von Überwachungskameras zur Atemschutzausbildung und Namensstreifen für die neue Schutzbekleidung gut unterstützt werden. Für 2016 seien die Aussichten bereits jetzt deutlich positiver – dank einiger sehr großzügiger Zuwendungen. Mit der derzeit laufenden Anschaffung von Schutzhandschuhen für Hilfeleistungseinsätze und der zugesagten Beteiligung am bereits bestellten Mannschaftstransportwagen entlastet der Verein die Stadtkasse um sage und schreibe 11.000 Euro!
In den Spenden sah Schmidt die professionelle Arbeit seiner Kameraden sich widerspiegeln und beglückwünschte sie zu dieser Form von Anerkennung und Respekt, die allein ihrem unermüdlichen und erfolgreichen Engagement zu verdanken seien. Mit seinem Dank an Bürgermeister samt Verwaltung und alle Freunde und Gönner der Feuerwehr Neustadt für stets gute Zusammenarbeit und Unterstützung schloss Johann Schmidt seine Ansprache und bezeichnete jedwede Investition in die Feuerwehr als Investition in die Sicherheit der Stadt – zum Wohle aller Neustädter.

Kommandant Michael Schöner berichtete über den momentan sehr guten und seit mindestens 16 Jahren höchsten Personalstand von 80 Aktiven, davon 14 in der Jugendfeuerwehr, der nicht zu letzt auf die stetige Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung zurückzuführen ist. Es sei eben nicht damit getan, nur „rote Autos auszustellen“, sondern es muss konkret in Gesprächen um Nachwuchs geworben und der Bevölkerung vermittelt werden: „Nein, in Neustadt gibt es keine Berufsfeuerwehr.“ und „Ja, wir brauchen Sie/Dich!“.
In einem kurzen Abriss schilderte Schöner die 2015 absolvierten Ausbildungen und Lehrgängen und maß einer gut ausgebildeten Mannschaft einen mindestens so hohen Stellenwert zu wie moderner (Feuerwehr-)Technik. An Einsätzen war ein Drittel mehr zu bewältigen als im Vorjahr. Auszugsweise erinnerte er mit Fotos an das eine oder andere (Brand-)Ereignis und stellte anhand von Grafiken dar, dass die meisten Alarme von 6 Uhr bis 18 Uhr eingehen, also in einer eher personalschwachen Zeitspanne. An dieser Stelle appellierte er an die städtischen Würdenträger, ebenfalls dafür Sorge zu tragen, dass gerade tagsüber genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen und diesen Aspekt z. B. auch bei Stellenausschreibungen zu berücksichtigen.
Aus den Beschaffungen hob der Kommandant das neue Lichtmastfahrzeug hervor, dass aus einem von der Bundeswehr ausrangierten Unimog und dem bereits vorhandenen Anhänger entstand. Fast 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben fleißige Hände dafür eingebracht –nebenbei und zusätzlich zum „normalen“ Feuerwehrdienst. Ein weiterer Meilenstein ist die neue Schutzbekleidung, die zusammen mit der Feuerwehr Markt Erlbach gekauft wurde. Es handelt sich um gut überlegte Investitionen, die den Feuerwehralltag einfacher und sicherer machen.
Zum geplanten Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses zeigte sich Michael Schöner insbesondere aufgrund des erst jüngst beauftragten VOF-Verfahrens zuversichtlich, dass kein „Jahrzehnte-Projekt“ daraus wird und sich die Entscheidungsträger im Stadtrat ihrer Verantwortung bewusst sind.
Auch der Kommandant richtete zum Ende der Rede seinen Dank an verschiedene Adressen, u. a. an die „Mitarbeiter“ in der Atemschutzwerkstatt, die in den nunmehr über fünf Jahren ihres Bestehens schon weit mehr als 3000 Stunden Dienstleistungen erbracht haben.

Jugendwart Johannes Krug komplettierte den Berichte-Reigen und erstattete Auskunft über die Aktivitäten der Jugendgruppe und deren personelle Entwicklung. Die Mädchen und Jungen leisteten mit ihrern Betreuern während 26 Übungen und einem dreitägigien Zeltlager insgesamt 224 Stunden. Für 2016 kündigte Krug die Abnahmen der Bayerischen Jugendleistungsprüfung und der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr sowie die Teilnahme am Jugendzeltlager der Feuerwehren Neustadt in Europa über Pfingsten in Neustadt an der Orla, Thüringen, an.

Den Berichten schlossen sich vier Grußworte an, die Erster Bürgermeister Klaus Meier begann. Die eindrucksvolle Leistung der Feuerwehr – 12822 Stunden, 655 mehr als im Vorjahr, freiwillig und unentgeltlich – kann man nicht genug in die Köpfe der Bürger bringen, so der Bürgermeister. Der Gerätehaus-Neubau war nach seiner Auskunft Gegenstand der jüngsten Stadtratssitzung: Die Finanzplanungen sehen für 2016 und 2017 je 100000 Euro für Planungskosten vor, für 2018 ist eine Million Euro vorgesehen und 2019 weitere drei Millionen. Sofern nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, sieht Meier eine Fertigstellung im Jahr 2020 als möglich an. Dabei betonte er, dass Feuerwehr eine kommunale Pflichtaufgabe ist und meinte: „Ohne Feuerwehr würden wir alt ausschauen.“. Auch der Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs im Jahr 2018 sollte nichts entgegenstehen, die finanziellen Mittel dafür sind von 2016 bis 2018 mit jeweils 150000 Euro eingeplant. Der Bürgermeister ist sich bewusst, dass die Feuerwehr keine „goldenen Wasserhähne“ verlangt, sondern alle Beschaffungsvorschläge stets sachgerecht sind und Kostenbewusstsein vorhanden ist. Dank und Respekt zollte Klaus Meier den Aktiven und freute sich besonders über das Engagement des Feuerwehrnachwusches, an den er appellierte, im Freundes- und Bekanntenkreis fleißig Werbung zu machen.

Stellvertretender Landrat Bernd Schnizlein bezeichnete die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Neustadt als „schon etwas Gewichtiges“ und für ihn persönlich als Neustädter „etwas besonderes“ und übermittlete den Dank des Landkreises.

Kreisbrandrat Alfred Tilz bescheinigte der Neustädter Wehr, sehr rührig zu sein und ergänzte, dass 12,5 % aller Einsätze im Landkreis die Feuerwehr Neustadt betreffen. Für die stete Unterstützung bei Lehrgängen des Landkreises bedankte sich Tilz mit den Worten „Ohne euch würde es mit Sicherheit nicht gehen!“.
In Sachen neues Feuerwehrhaus drängt auch der Kreisbrandrat auf eine rasche Umsetzung und Realisierung, auch im Hinblick auf sein Konzept zur Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens im Landkreis. Zum Thema Ehrenamt Feuerwehr und zu Aussagen, die dieses in Frage stellen, rechnete er am Beispiel Neustadts vor, dass für eine hauptberufliche Erledigung rund 100 Beschäftigte von Nöten wären mit Kosten von geschätzten sechs Millionen Euro – pro Jahr! Sein Fazit: Das können bzw. dürfen wir uns nicht leisten. Das Ehrenamt ist hochzuhalten, die Freiwillige Feuerwehr, so der Kreisbrandrat wörtlich, „auf Händen zu tragen“.

Das vierte Grußwort richtete Herr Lothar Hufnagel, seines Zeichens Hausherr des Versammlungslokals, an die Anwesenden. Der Besitzer der Kohlenmühle wird mithelfen – mithelfen, dass die Feuerwehr helfen kann. Dazu startet er eine einzigartige Spendenaktion mit dem Titel „Wir sparen fürs neue Feuerwehrhaus“: Im Zeitraum ab 1. April bis 30. September 2016 wird sein Brauereibetrieb für jeden verkauften Kasten einen Euro spenden. Vorsitzender Johann Schmidt zeigte sich begeistert von dieser Zusage und überlegte, ob sich davon nicht „weitere flüssigkeitsherstellende Betriebe vielleicht infizieren lassen“.

Die Tagesordnungspunkte 5 bis 7 gingen rasch über die Bühne. Nach dem sehr positiven Kassenbericht von Stefan Grau übernahm Kassenprüfer Stefan Herzog die beiden folgenden Punkte. Die Kassenführung befindet sich in einwandreiem Zustand und ist „topp in Ordnung“. Die anschließende Entlastung von Kassier und Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

660 Jahre – Diese beeindruckende Jahreszahl ergibt sich bei der Addition aller Ehrungen, die Vorsitzender Schmidt und Kommandant Schöner für langjährige Vereinstreue und aktiven Feuerwehrdienst ausgesprochen haben. So kann z. B. Guido Müller bereits auf 30 Jahre aktive Dienstzeit zurückblicken, wohingegen Hans-Jürgen Hornfischer, Siegfried Schorner, Alfred Tilz und Johannes Wagner schon seit 40 Jahren und Christian Ballwieser 60 Jahre lang ihrem Feuerwehrverein die Treue halten. Nach den Ehrungen wurden Markus Christl, Benjamin Klett, Julian Lösch und Alexander Tilz vom Kommandanten zum Oberfeuerwehrmann befördert. Stefan Flock und Chris Kaltenhäuser dürfen seit Freitagabend den Dienstgrad „Hauptfeuerwehrmann“ führen.

Mit dem obligatorischen Hinweis in seinem Schlusswort auf den püntklich zur Jahreshauptversammlung erschienen Jahresbericht 2015 schloss Johann Schmidt die Versammlung um 22:24 Uhr.

Bilder der Veranstaltung: Hier klicken.

Bericht auf nordbayern.de: Hier klicken.

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