26 | 04 | 2018
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Brandhaus (Oktober 2017)

Lehrgang „Verhaltenstraining im Brandfall – Brandhaus“In der letzten Oktoberwoche besuchten vier Neustädter Feuerwehrmänner den 2-tägigen Lehrgang „Verhaltenstraining im Brandfall – Brandhaus“ an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg. Ziel dieses Lehrgangs ist es, das richtige und sichere Vorgehen eines Atemschutztrupps im Innenangriff zu üben und verschiedene einsatztaktische Angriffsarten auszuprobieren.

Zur Eingewöhnung auf das „Brandhaus“ findet zu Lehrgangsbeginn eine Gewöhnungsübung im Keller statt. Hierzu wird ein Kellerraum auf eine Temperatur von mehr als 200 Grad Celsius aufgeheizt. Die Teilnehmer können so die Grenzen ihrer Einsatzkleidung sowie – noch wichtiger! – die des eigenen Körpers kennenlernen.

Im weiteren Verlauf geht es stets zu zweit als Trupp darum, die von der Feuerwehrschule gestellten Einsatzszenarien mit der zur Wahl stehenden feuerwehrtechnischen Ausrüstung zu meistern. Unter schwerem Atemschutz gilt es z. B., einen Brand in einer Garage mit angrenzender Metallwerkstatt oder das Feuer in einer Küche im Obergeschoss ausfindig zu machen und zu löschen. Von einer Lehrkraft der Schule, die mit einer Wärmebildkamera die Arbeitsweise des Atemschutztrupps beobachtet, gibt es nach jedem Szenario ein Feedback und eventuell Hinweise oder Ratschläge zur Optimierung der eigenen Vorgehensweise.

Der 2. Tag beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den vorausgegangenen. Hauptmerkmal ist die Personensuche und -rettung, verbunden mit der Brandbekämpfung. Hier ist beispielsweise bei einem Kellerbrand ein vermisster Bewohner zu suchen, dieser ins Freie zu bringen und anschließend mit der Brandbekämpfung den Einsatzauftrag abzuschließen. Eine besondere Herausforderung stellt der zum Abschluss des Lehrgangs simulierte Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss dar, bei dem ein Kleinkind vermisst wird. Es bleibt sozusagen keine Zeit, sich lange über den bestmöglichen Angriff Gedanken zu machen, sondern es muss konzentriert und strukturiert im Trupp zügig vorgegangen werden. Unter einsatznahen Bedingungen gilt es, das Kind schnellstmöglich zu finden und zu retten. Die aufgrund der Verrauchung vorherrschende „Nullsicht“ und das Einspielen von Kindergeschrei durch Lautsprecher machen es sehr realitätsnah und erhöhen den Schwierigkeitsgrad der Einsatzübung enorm. Alle erdenklichen Möglichkeiten, wo sich das Kleinkind aus Angst eventuell versteckt haben könnte, müssen in Erwägung gezogen und bei der Suche berücksichtigt werden. Sei es im oder unter dem Kinderbett, im Kleiderschrank, hinter Zimmertüren oder auch unter dem elterlichen Ehebett. Sogenannte Abluftöffnungen helfen hierbei, die entstandene Hitze sowie Rauchgase nach außen entweichen, gleichzeitig aber auch Licht in die Brandwohnung dringen zu lassen und die Suche dadurch etwas zu erleichtern. Nach der Rettung des Kindes muss noch die Brandstelle ausfindig gemacht und das Feuer gelöscht werden – durch gezielte und dosierte Abgabe von Löschwasser, um den größtmöglichen und effektivsten Löscheffekt zu erzielen.

Dieser durchaus schweißtreibende und phasenweise anstrengende Lehrgang an der Feuerwehrschule dient der Wissensvertiefung für Atemschutzgeräteträger und bereitet sie gleichzeitig sehr gut auf den Einsatzdienst vor.

Bilder: Hier klicken.

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