Neustadt – Am Samstag, 5. Juli 2025, stand für die Jugendgruppe der Feuerwehr Neustadt eine Ganztagesübung auf dem Plan. Der Übungstag begann für die Jugendlichen und ihre drei Jugendwarte um 9 Uhr mit einer kurzen Ansprache zum vorgesehenen Tagesablauf.
Der erste Ausbildungsteil bestand aus einer kleinen Einheit Fahrzeugkunde. Hier inspizierten die Feuerwehranwärter (FA) zwei Löschgruppenfahrzeuge (jeweils LF 16/12). Um 10 Uhr gab es ein gemeinsames Brezen-Frühstück zur Stärkung für den Vormittag. Nach der Pause befassten sich die Jungs und Mädchen mit der Inbetriebnahme des Über- und Unterflurhydranten, welche im Brandeinsatz zur Wasserentnahme genutzt werden.
Im Anschluss übten die FA den Löschaufbau, um ihr Wissen und Können zu festigen – unter anderem für den Nachmittag, wie sich noch herausstellen sollte.
Zum Mittagessen um 12:30 gab es leckere Pizzen. Nach dem Essen ging überraschend ein „Alarm“ für die Jugendlichen ein. Hierbei handelte es sich freilich um einen inszenierten Übungseinsatz für die Jugendlichen, welcher durch einen der Jugendwarte und zwei Helfer parallel zum Essen vorbereitet worden war. Gemeldet wurde ein Mülltonnenbrand am Festplatz in Neustadt. Die Jugendlichen machten sich mit ihren verbliebenen zwei Jugendwarten mit dem Florian Neustadt 40/3 (LF 16/12) auf den Weg zur vermeintlichen Einsatzstelle. Vor Ort angekommen bestätigte sich die Lage rasch, ein Müllcontainer, gefüllt mit Holz, stand bei Ankunft der Jugendlichen bereits in Vollbrand. Nach dem Kommando „Absitzen, antreten hinter dem Fahrzeug!“ und einer kurzen Lageeinweisung und der Befehlsvergabe ging es ziemlich schnell. Binnen einer Minute lag der Verteiler bereits mit Wasser bereit und nach weiteren 30 Sekunden kam vom ersten Trupp, ausgerüstet mit einem C-Strahlrohr, das Kommando „Erstes C-Rohr Wasser marsch!“. Der Löschangriff konnte beginnen. Im weiteren Verlauf wurden zügig zwei weitere C-Rohre vorgenommen. Somit waren insgesamt drei Trupps mit je einem Strahlrohr im Einsatz. Nachdem die Meldung „Feuer aus“ erfolgt war, wurde das Brandgut von den Jugendlichen ausreichend gewässert, mit Feuerwehraxt und Dunghaken auseinandergezogen und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Nachdem auch die letzten Glutnester erfolgreich gelöscht waren, ging es an das Zurückbauen. Rückblickend ist festzustellen, dass die Jugendlichen ihr Handwerk bestens beherrschen und „ihren Einsatz“ mit großer Bravour gemeistert haben – die Jugendwarte zeigten sich sehr stolz und zufrieden.
Zurück am Feuerwehrgerätehaus wurde gemeinsam die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges wiederhergestellt, inklusive Reinigung des Einsatzfahrzeug. Als das alles erledigt war, gab es für die sieben Jugendlichen zur Belohnung ihrer überragenden Leistung ein Eis. Anschließend folgte eine Nachbesprechung des rund sechseinhalbstündigen Übungstag.
Fazit der Übung: Die Feuerwehranwärter und ihre Jugendwarte hatten sehr viel Spaß und es konnte viel Wissen und Können gefestigt sowie neu erlangt werden. Der Höhepunkt für die Jugendlichen war definitiv der „Einsatz“, den Sie zu vollster Zufriedenheit ihrer Betreuer abgearbeitet haben.
Ein herzliches Dankeschön gebührt den Feuerwehrmännern Alex Gügel und Paul Machetanz, die tatkräftig zum Gelingen dieser Ganztagesübung der Jugendfeuerwehr beigetragen haben.