Einsatzübung in der Innenstadt

Neustadt – Am Freitag, den 27. März 2026, traf sich der zweite Zug der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Neustadt a.d.Aisch zu einer Zugübung. Hierfür hatten Gruppenführer Florian Leitner und Zugführer Stefan Herzog eine Einsatzübung geplant.

Die fiktive Alarmmeldung lautet „Rauchentwicklung im Gebäude, unklar, ob noch Personen darin!“. Als vermeintliches Brandobjekt diente ein Anwesen in der Bamberger Straße in unmittelbarer Nähe zum Rathaus.

Am Einsatzort angekommen stellte sich dem Einsatzleiter die Lage wie folgt dar: Starke Rauchentwicklung im Erdgeschoss (EG) und im 1. Obergeschoss (1. OG), eine Person (Mitteiler) befand sich an einem Fenster im 1.OG und eine weitere war an einem Fenster im 2.OG zu sehen. Auf gezielte Ansprache informierte der Mitteiler, dass sich im hinteren Bereich des Gebäudes mindestens zwei weitere Personen befinden würden, die durch die verrauchten Räume nicht fliehen konnten.

Beim Eintreffen des Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF) erhielt die Gruppenführerin den Auftrag, die Personenrettung aus dem 1. OG mittels Steckleiter vornehmen zu lassen und zwei Trupps zur Personenrettung und Brandbekämpfung einzuteilen. Diese Maßnahmen liefen sofort an. Des Weiteren wurde ein Drucklüfter in Stellung gebracht.

Die Drehleiter-Besatzung bekam den Auftrag, die Person aus dem 2. OG zu retten und dann einen zweiten Fluchtweg für die Atemschutztrupps im Gebäude zu gewährleisten. Die Mannschaft eines weiteren Löschfahrzeugs stellte den obligatorischen Sicherheitstrupp und übernahm die Verkehrsabsicherung. Sämtliche Personen und Vermisste wurden zügig gefunden, ins Freie gerettet und dort betreut.

Im weiteren Verlauf der Übung wurde ein Notfall eines Trupps im Gebäude simuliert. Die Annahme bestand darin, dass eine Fußverletzung vorlag und wegen eines technischen Defekts keine Möglichkeit bestand, eine Notfallmeldung (Mayday) per Funk abzusetzen. Der „betroffene“ Trupp löste den sogenannten Totmannwarner am Atemschutzgerät aus, dessen durchdringendes Notsignal ein anderer Trupp hörte und sofort mit seinem Handsprechfunkgerät Unterstützung anforderte. Der bereitstehende Sicherheitstrupp kam nun zum Einsatz und brachte die „verletzte“ Kameradin an ein Fenster. Dort wartete der Rettungskorb der Drehleiter, womit sie aus dem angenommenen Gefahrenbereich gebracht wurde.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Besitzerfamilie Feigl für die Möglichkeit, das Gebäudes erneut als Übungsobjekt zu nutzen, und Gerätewart Alexander Tilz für die Bereitstellung und Vorbereitung der umfangreichen Atemschutzausrüstung!

 

X