Übungslage: Brand Werkstatt, drei Vermisste

Neustadt – Erfolgreich verlief eine Einsatzübung, die die Feuerwehr Neustadt zusammen mit der Feuerwehr Diebach am 15. Mai 2026 am Beerbacher Weg durchführte.

Die fiktive Alarmmeldung lautete „Brand Werkstatt nach Verpuffung, starke Rauchentwicklung sichtbar“. Letzteres war beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge deutlich zu erkennen: Aus einer Halle quoll dichter Rauch (dargestellt mit einer Nebelmaschine). Infolge des Ereignisses waren mehrere Menschen im Gebäude eingeschlossen bzw. vermisst. Ein Schwerpunkt der Übung lag daher auf dem Atemschutzeinsatz im sogenannten Innenangriff, insbesondere im Hinblick auf die Suche und Rettung von Personen. Diese Teilaufgabe übernahmen vier Trupps, die u. a. mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ausgerüstet waren.

Die ersten beiden Trupps gingen jeweils mit „Wasser am Rohr“ zur Personensuche in das Gebäude vor. Zwei Vermisste (Übungspuppen) konnten schnell gefunden und gerettet werden. Die Rettung der dritten (ebenfalls eine Puppe) war aufwendiger; sie war in eine Maschine gefallen und musste erst über eine Steckleiter gerettet werden, ehe sie ins Freie gebracht werden konnte.

Zur Absicherung der Neustädter Atemschutztrupps stand ein weiterer Trupp mit Atemschutzgeräten der Feuerwehr Diebach als Sicherheitstrupp bereit. Unmittelbar nachdem die letzte Person gefunden wurde, kam einer der Atemschutztrupps in eine simulierte Notlage und setzte einen sogenannten Mayday-Funkspruch ab. Der bereitstehende Sicherheitstrupp kam nun zum Einsatz, um den verunfallten Trupp aus der Halle zu retten. Diese Herausforderung lösten die beiden Kameraden souverän.

Im Zuge der Personensuche wurde zeitgleich ein akkubetriebener Hochleistungslüfter zum Einsatz gebracht. Damit gelang es rasch, den vermeintlichen Brandrauch aus der Halle zu drücken und so die Sicht für die vorgehenden Trupps deutlich zu verbessern.

Weitere Aufgaben bestanden neben der Belüftung des Gebäudes in der Brandbekämpfung von außen, die unter anderem mit dem am Rettungskorb der Drehleiter montierten Wenderohr angedeutet wurde, und der dafür notwendigen Wasserversorgung. Als Wasserentnahmestellen für die Übungslöschmaßnahmen dienten zwei jeweils rund 200 Meter entfernte Hydranten.

Inklusive der Vorbereitenden und Organisatoren nahmen 42 Aktive der beiden Feuerwehren mit acht Feuerwehrfahrzeugen an der Objektübung teil. Herzlicher Dank gilt den Kameraden der Feuerwehr Diebach für ihre Teilnahme an dieser Übung und die ausgezeichnete Zusammenarbeit!

 

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